“Flucht, Vertreibung, Migration – Welche Verantwortung tragen wir?”

Podiumsdiskussion im Rahmen einer Winterschule der Universität Magdeburg über Ursachen und globale Konsequenzen regionaler Krisen

Menschen sind aus den unterschiedlichsten Gründen dazu genötigt, ihre Heimat zu verlassen – Gewaltphänomene, Krieg, politische Verfolgung, Armut. Die Debatte um die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland führt uns vor Augen, dass die Krisen dieser Welt nicht nur die Menschen vor Ort betreffen, sondern globale Konsequenzen nach sich ziehen. Dies wirft die Frage auf, wem Verantwortung zugeschrieben werden kann für die Folgen, aber auch die Ursachen von Flucht und Migration: Sind „wir“ in der Pflicht – in Sachsen-Anhalt, in Deutschland, in Europa? Und wenn ja: Wofür sollten wir uns verantwortlich zeigen?

In einer Podiumsdiskussion „Flucht, Vertreibung, Migration – Welche Verantwortung tragen wir?“ diskutieren am 18. November 2015 Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Staatsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Andreas Hetzel, Professor am Institut für Philosophie, Universität Hildesheim, Dr. Elke Tießler-Marenda, Referentin für Migration und Integration beim Deutschen Caritasverband, sowie Antoine Sanga, Absolvent im Masterstudiengang Friedens- und Konfliktforschung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

WAS:    Podiumsdiskussion „Flucht, Vertreibung, Migration – Welche Verantwortung tragen wir?“
WANN: 18. November 2015, 18 bis 20 Uhr (Einlass 17.30 Uhr)
WO:      Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt (Palais am Fürstenwall), Hegelstraße 40 bis 42, 39104 Magdeburg

Um Voranmeldung bis zum 13. November 2015 wird gebeten unter doreen.goeller@ovgu.de oder Tel.: 0391 67-56680 (Doreen Göller).

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen einer DAAD-Winterschule statt, die der Masterstudiengang Friedens- und Konfliktforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg vom 17. bis 20. November 2015 durchführt. Diese nichtöffentliche Veranstaltung steht unter dem Thema „The political and societal challenges of forced migration from Africa – Local causes, regional responses and global responsibility“ und versammelt rund 30 DAAD-Alumni aus Subsahara-Afrika. Zu Beginn der Podiumsveranstaltung werden die afrikanischen Alumni zunächst kurz ihre vorher erarbeiteten Inputs vorstellen, die dann weiter diskutiert werden können.

„Die Winter School hat das Ziel, einen Dialog zwischen Wissenschaftler/-innen, Fachkräften, Entscheidungsträger/-innen und Vertreter/-innen der Zivilgesellschaft aus verschiedenen Regionen und Kulturen zu fördern, um damit zu einem umfassenden Verständnis des Phänomens Zwangsmigration beizutragen“, erläutert Prof. Dr. Anna Geis vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Magdeburg. „Aufgrund der transnationalen Wurzeln und der globalen Interdependenz von ökonomischen Prozessen, den Auswirkungen des Klimawandels, sozialen Ungleichheiten und gewaltsamen Konflikten, ist es unerlässlich, die Ursachen und Reaktionen auf Zwangsmigration sowohl in den Heimatländern als auch in den Ländern, die Flüchtlinge aufnehmen, zu beurteilen. Aus diesem Grund lädt die Winter School Vertreter/-innen aus Subsahara-Afrika und Europa ein, um somit eine multiperspektivische Annäherung an das Thema zu ermöglichen.“

Rund 30 vor allem aus Subsahara-Afrika stammende DAAD-Alumni und gegenwärtig in Deutschland noch studierende DAAD-Stipendiaten/-Stipendiatinnen aus unterschiedlichen Studiengängen erhalten im Rahmen der Winter School die Möglichkeit, an interaktiven Workshops und Arbeitsgruppen sowie an einer öffentlichen Podiumsdiskussion und einer Exkursion nach Berlin teilzunehmen. Damit wird ihre Rolle als künftige Entscheidungsträger/-innen und „change agents“ in ihren Heimatländern berücksichtigt.

Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen der Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen; Flüchtlinge reintegrieren“ finanziert und von der Universität im Auftrag des DAAD und in Kooperation mit der German Association of Postgraduate Programmes with special Relevance to Developing Countries (AGEP) in Magdeburg veranstaltet. Der Magdeburger Masterstudiengang Friedens- und Konfliktforschung ist Teil der DAAD-Förderlinie, deren Studiengänge in der AGEP zusammengeschlossen sind.

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