Studieren mit Behinderung oder chronischer Erkrankung – welche Unterstützung gibt es?

Ein Studium mit Behinderung, chronischer Erkrankung oder psychischer Beeinträchtigung kann anstrengend sein.

Wichtig zu wissen: Du hast ein Recht auf Unterstützung. Du musst dich nicht „durchbeißen“.

Viele Studierende wissen nicht, dass sie zum Beispiel:

  • angepasste Prüfungsbedingungen bekommen können,
  • mehr Zeit für Prüfungen oder Hausarbeiten erhalten dürfen,
  • angepasste Pflichten im Studium vereinbaren können,
  • Anspruch auf Hilfen und finanzielle Unterstützung haben

Das ist kein Vorteil, sondern ein Ausgleich.

In einem persönlichen und vertraulichen Gespräch mit der Sozialberatung kannst du unter anderem diese Fragen klären:

  • Welche Nachteilsausgleiche stehen mir im Studium zu? (z. B. andere Prüfungsformen, Fristverlängerungen, Anwesenheitsregelungen)
  • Welche Hilfen oder Hilfsmittel kann ich beantragen?
  • Welche Unterstützung gibt es durch Sozial- oder andere Leistungsträger?
  • Welche Möglichkeiten habe ich bei der Studienfinanzierung, wenn mein Studium länger dauert oder erschwert ist?
  • Wo bekomme ich weitere Unterstützung, auch außerhalb der Hochschule?

Jede Situation ist anders. Deshalb ist eine individuelle Einzelberatung oft der beste Weg, um Lösungen zu finden, die wirklich zu dir passen.

Zusätzliche Informationen findest du auch im Handbuch „Studium und Behinderung“ der Informationsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studierendenwerks (siehe unten).

Es gibt viele weitere Stellen, die dich unterstützen können:

  • Die Behindertenbeauftragten deiner Hochschule: Sie unterstützen bei Fragen zu Nachteilsausgleichen, Studienorganisation und Barrierefreiheit und vermitteln innerhalb der Hochschule.
  • Die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB): Kostenfreie Beratung zu Rechten, Leistungen und Teilhabe – unabhängig von Behörden und Leistungsträgern.
  • unsere psychosoziale Beratung (PSB): bei psychischen Belastungen, Erschöpfung, Überforderung oder Studienzweifeln
  • Sozialverbände und Beratungsstellen: etwa VdK, SoVD, Caritas, Diakonie oder AWO – oft mit Erfahrung zu Behinderung, chronischer Erkrankung und Studium.
  • Selbsthilfe- und Interessenvertretungen: z. B. regionale Selbsthilfegruppen oder bundesweite Organisationen wie die Informationsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studierendenwerks.
  • Ärztliche oder therapeutische Fachstellen: z. B. zur Unterstützung bei Attesten, Gutachten oder Einschätzungen für Nachteilsausgleiche.

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Kategorie: Soziales
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