Wahlprüfsteine des Studentenwerks Magdeburg
zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

Wahlprüfstein 3:
Beratungsangebote

a) Wie will ihre Partei psychosoziale und soziale Beratungsangebote für deutsche und internationale Studierende stärken und langfristig absichern?

Wir sehen psychosoziale und soziale Beratungsangebote als wichtigen Bestandteil guter Studienbedingungen. Die Beratungsstrukturen der Studentenwerke leisten hierbei einen wichtigen Beitrag. Ziel ist es, diese Angebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und ihre Verlässlichkeit langfristig zu sichern. Dabei sollen die unterschiedlichen Bedürfnisse deutscher und internationaler Studierender berücksichtigt werden. Dabei sind auch Finanzierungsfragen zu klären.

Wir sind der Auffassung das psychosoziale Betreuung nicht zur Aufgabe der Universitäten und Hochschulen gehört. Wir unterstützen die psychosoziale Betreuung als feste Säule im Gesundheitswesen.

Wir glauben, dass eine Stärkung des Beratungsangebotes notwendig und sinnvoll ist. Studierende brauchen Ansprechpartner*innen und schnelle Hilfe in Krisenlagen – an den Hochschulen, bei den Studentenwerken und in der Studierendenschaft. Zusätzliche Aufgaben müssen dann auch unbedingt zusätzlich vom Land finanziert werden.

Der Bedarf an psychosozialer und sozialer Beratung für Studierende ist im Zuge von gesellschaftlichen Veränderungen und erhöhten Anforderungen im Studium spürbar gestiegen. Die Beratungsangebote der Studierendenwerke müssen mit diesem Bedarf Schritt halten können. Darüber hinaus erfüllen niedrigschwellige Angebote für soziale Begegnung und Austausch eine immer wichtigere Funktion.
Die Notfallkredite der Studierendenwerke sind eine unverzichtbare Auffanglösung für Studierende in kurzfristigen finanziellen Krisensituationen. Für diese sozialen Aufgaben der Studierendenwerke muss ihre finanzielle Ausstattung im Landeshaushalt insgesamt verbessert werden.

In der Bereitstellung von psychosozialen Angeboten setzte die FDP auf eine auskömmliche Finanzierung der Hochschulen vor Ort. Das Land wird nicht im Detail planen, welche besonderen Angebote in Universitäten und Hochschulen derzeit nötig sind. Gleiches gilt für Anpassungen von Lehre und der Gestaltung des Hochschullebens – dort, wo konkrete Erleichterungen für Studierende im Alltag möglich sind und Druck verhindern, soll das Land nicht im Weg stehen. Über den universitären Kontext hinaus wollen wir eine wohnortnahe und erreichbare Infrastruktur der psychiatrischen Versorgung schaffen.

Wir sichern ab, dass die Studierendenwerke psychosoziale Beratung weiterhin finanzieren können. Studierende müssen zeitnah Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung, Prävention und Krisenintervention haben. Dazu gehören auch eine Stärkung von Resilienz und Suizidprävention. Beratungs-, Präventions- und Aufklärungsangebote über psychische Erkrankungen unterstützen wir, um die Versorgung zu sichern und Stigmatisierungen abzubauen. Es müssen mehr psychotherapeutische Kassensitze ausgewiesen werden.


b) Welche Maßnahmen planen Sie, um alle Studierenden in psychischen, sozialen oder finanzielle Krisensituationen besser zu unterstützen?

Studierende müssen auch in schwierigen Lebenssituationen die notwendige Unterstützung erhalten. Deshalb setzen wir auf gut erreichbare Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Studentenwerken, Hochschulen und weiteren Hilfestrukturen. Insbesondere in psychischen Krisensituationen ist ein schneller Zugang zu Beratung und Unterstützung von großer Bedeutung. Dabei sind landesspezifische Ansätze zu wählen um Kommunen, die der Sitz von Hochschuleinrichtungen sind nicht durch weitere Sozialausgaben zu belasten.

siehe Antwort zu Frage a)
(Die AFD hat die Fragen im Zusammenhang beantwortet.)

Wir wollen die Studentenwerke, die Hochschulen und die Studierendenschaften dabei unterstützen, ihre Beratungsangebote zu stärken und auf dem Campus noch präsenter zu machen. Der Bedarf ist da, jetzt muss das Land den Ausbau des Angebots finanziell untersetzen.

siehe Antwort zu Frage a)
(Die SPD hat die Fragen im Zusammenhang beantwortet.)

siehe Antwort zu Frage a)
(Die FDP hat die Fragen im Zusammenhang beantwortet.)

Wir fordern einen Ausbau der Beratungs- und Unterstützungsangebote für Erstakademiker*innen, Studierende mit Migrationsgeschichte und Studierende aus einkommensschwachen Haushalten. Darüber hinaus wird auf die Beantwortung der vorherigen Frage verwiesen. Studienangebote wie Teilzeit- und Fernstudium bauen wir aus, damit Studierende mit Familienverantwortung, Behinderungen oder im Beruf flexibel studieren können.


c) Wie wollen Sie sicherstellen, dass Beratungsangebote niedrigschwellig, schnell erreichbar und bedarfsgerecht bleiben?

Beratungsangebote müssen für Studierende unkompliziert zugänglich sein. Dazu gehören leicht verständliche Informationen, kurze Wege sowie die Möglichkeit, Angebote sowohl persönlich als auch digital in Anspruch zu nehmen. Die Angebote sollen sich an den tatsächlichen Bedarfen der Studierenden orientieren und regelmäßig weiterentwickelt werden, um eine hohe Qualität und Erreichbarkeit sicherzustellen. Es ist auf Mehrsprachigkeit zu achten.

siehe Antwort zu Frage a)
(Die AFD hat die Fragen im Zusammenhang beantwortet.)

Wir wollen die Mittel des Landes erhöhen und damit ermöglichen, auch bei steigenden Kosten und Tarifsteigerungen das Beratungsangebot erhalten und ausbauen zu können. Wir werden uns gegen alle etwaigen Kürzungspläne beim Budget der Studentenwerke stellen und deutlich machen, wie wichtig das Angebot bereits jetzt ist.

siehe Antwort zu Frage a)
(Die SPD hat die Fragen im Zusammenhang beantwortet.)

siehe Antwort zu Frage a)
(Die FDP hat die Fragen im Zusammenhang beantwortet.)

Durch konsequente Investitionen in die Digitalisierung und den Abbau baulicher Hürden wollen wir die Erreichbarkeit und Niedrigschwelligkeit der Beratungsangebote erhöhen.


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