Wahlprüfsteine des Studentenwerks Magdeburg
zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

Wahlprüfstein 1:
Bezahlbares Wohnen

a) Wie will Ihre Partei bezahlbaren Wohnraum für alle Studierende in Sachsen-Anhalt langfristig sichern und ausbauen?

Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Deshalb setzen wir auf eine langfristige Strategie aus Neubau, Modernisierung und effizienterer Nutzung bestehender Kapazitäten. Förderprogramme wie „Junges Wohnen“ haben bereits wichtige Impulse gesetzt und sollen weiterhin gezielt genutzt werden.
Gleichzeitig wollen wir Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, damit neue Wohnheimplätze schneller entstehen können. Unser Ziel ist es, ausreichend bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen und die Hochschulstandorte in Sachsen-Anhalt dauerhaft attraktiv zu halten.

Keine Antwort.

Wir wollen die Studentenwerke dabei unterstützen, mehr Wohnheimplätze zu schaffen. Unser Ziel ist, dass alle Interessierten einen Platz finden und es an jedem Hochschulstandort mindestens ein Wohnheim gibt. Der Wohnheimbau muss gefördert werden. In einem ersten Schritt wollen wir dafür sorgen, dass das Programm „Junges Wohnen“ für die Studentenwerke attraktiv wird und durchsetzen, dass das Finanzministerium die Möglichkeit nutzt, Grundstücke zur Hälfte des Preises für Wohnheimbau abzugeben.

Keine Antwort.

Wohnheime werden perspektivisch den Bedarf an Wohnraum für Studierende nicht vollständig de-cken können. Das beste Instrument zur Sicherung bezahlbaren Wohnraums ist grundsätzlich die Schaffung solcher Rahmenbedingungen, dass sich Investitionen in Neubau und Sanierung rechnen. Dadurch würde der wirtschaftliche Anreiz entstehen, steigender Nachfrage mit einem höheren Ange-bot zu begegnen – leider wird im Gegenteil vielerorts in Deutschland versucht, dem Mangel mit im-mer noch mehr rechtlichen Vorgaben und anderen staatlichen Eingriffen zu begegnen. Das kann nicht funktionieren. Ein großer Vorteil Sachsen-Anhalts ist es, dass hier angesichts nach wie vor ho-her Leerstandsquoten bezahlbarer Wohnraum fast überall im ganz normalen Wohnungsmarkt ver-fügbar ist.

Zur Sicherung von bezahlbarem Wohnraum sollen Mietendeckel eingesetzt werden, der Wohnheimbau für Auszubildende und Studierende erheblich ausgebaut werden, indem die Förderrichtlinie „Junges Wohnen“ verbessert wird, sowie der soziale Wohnungsbau und die dafür bereitgestellten Bundesmittel in Sachsen-Anhalt nutzbar gemacht werden. Gemeinschaftliche Wohnformen wie Genossenschaften, Mehrgenerationenwohnen oder Miethausprojekte wollen wir gezielt fördern, dies kommt auch Studierenden zu Gute.


b) Welche Maßnahmen planen Sie, um steigende Miet- und Nebenkosten für alle Studierende abzufedern?

Steigende Wohnkosten stellen viele Studierende vor erhebliche Herausforderungen. Wir setzen deshalb auf Maßnahmen, die dauerhaft wirken: den Ausbau des Wohnraumangebots, die Modernisierung bestehender Wohnheime und Investitionen in Energieeffizienz.
Energetisch sanierte Gebäude senken langfristig die Nebenkosten und entlasten Studierende unmittelbar. Gleichzeitig unterstützen wir Rahmenbedingungen, die den Wohnungsbau erleichtern und damit zu einem größeren Angebot und stabileren Mietpreisen beitragen. Ergänzend setzen wir uns auf Bundesebene für eine verlässliche und bedarfsgerechte Studienfinanzierung ein.

Keine Antwort.

In Wohnheimen sichern wir die Bezahlbarkeit von Miet- und Nebenkosten durch die stärkere finanzielle Unterstützung der Studentenwerke, die bisher deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Um die Mieter*innen im Allgemeinen zu unterstützen, wollen wir für die Städte eine Verordnung für einen angespannten Wohnungsmarkt erlassen, uns für eine echte Mietpreisbremse einsetzen und die gemeinnützige Wohnungswirtschaft stärken. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass die Wohnpauschale beim BAföG die realen Kosten darstellt.

Keine Antwort.

Wir plädieren für die Absenkung der Stromsteuer nicht nur für die Industrie sondern für alle Verbraucherinnen und Verbraucher auf das europäisch zulässige Mindestniveau sowie eine Berechnung der Netzentgelte, die Sachsen-Anhalt nicht länger benachteiligt. Die starren Kappungsgrenzen bei ener-getischen Sanierungen stehen der Modernisierung des Gebäudebestands entgegen. Wir setzen uns für eine Lockerung ein, damit solche Investitionen vorankommen und damit letztlich auch die Neben-kosten sinken.

Wie erwähnt, soll ein Mietendeckel eingesetzt und das Angebot von günstigem Wohnen über Studentenwerke verbessert werden. Wir setzen uns zudem auf Bundesebene für eine BAföG-Reform ein, sodass insgesamt mehr finanzielle Mittel für Studierende zur Verfügung stehen.


c) Wie wollen Sie Studentenwerke bei der Sanierung und Modernisierung von Wohnheimen unterstützen?

Die Studentenwerke leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Infrastruktur an unseren Hochschulen. Deshalb sollen sie auch künftig verlässlichen Zugang zu Fördermitteln für Sanierung, Modernisierung und den Ausbau ihrer Wohnheime erhalten.
Besonders wichtig sind dabei Investitionen in Energieeffizienz, Barrierefreiheit und zeitgemäße Wohnstandards. Darüber hinaus wollen wir bürokratische Hürden abbauen und Verfahren beschleunigen, damit notwendige Baumaßnahmen schneller umgesetzt werden können. So schaffen wir moderne und bezahlbare Wohnangebote für Studierende in Sachsen-Anhalt.

Keine Antwort.

Auch hierfür muss in einem ersten Schritt das Programm „Junges Wohnen“ für die Studentenwerke attraktiv gestaltet werden, damit aus diesen Mitteln auch saniert werden kann. Grundsätzlich müssen die Studentenwerke aufgabengerecht und verlässlich finanziert werden, d.h. mehr Mittel für die dauerhafte Sanierung ihrer Bestände erhalten. Wir wollen dafür sorgen, dass für die Sanierung und Modernisierung gebildete Rücklagen tatsächlich dafür verwendet werden können und nicht für andere Aufgaben ausgegeben werden müssen.

Keine Antwort.

Wir setzen uns dafür ein, dass die soziale Wohnraumförderung des Bundes stärker auf die Bedürf-nisse der Lage in Sachsen-Anhalt auszurichten und somit insbesondere bessere Bedingungen für die Sanierung im Bestand zu erreichen. Das gilt auch für die Wohnheime der Studentenwerke.

Die Förderrichtlinie „Junges Wohnen“ wollen wir praxistauglicher gestalten, indem wir die Förderbedingungen vereinfachen und mit anderen Bundesländern harmonisieren.


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