* Marie-Claire Nun von der Hochschule Augsburg gewinnt 24. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks (DSW)
* Thema: „Studium Digitale – Chancen und Risiken“
* Rekordbeteiligung: 472 Plakate von 318 Studierenden von 29 Hochschulen
* Hochschule Augsburg und Hochschule RheinMain stellen gleich zwei Preisträger
* DSW-Präsident Rolf Dobischat überrascht: „Design-Studierende betonen eher die Risiken als die Chancen der Digitalisierung“
* Gestern Abend Preisverleihung im Museum für Kommunikation Berlin
Berlin, 8. Juni 2010. Das Gesicht einer jungen Frau, das von weißen Mauspfeilen regelrecht zerfranst wird, darüber die Warnung: „Bewahr’ dir deine Identität“. Mit diesem Plakat gewann die Design-Studentin Marie-Claire Nun von der Hochschule Augsburg den 24. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks (DSW), Thema: „Studium Digitale – Chancen und Risiken“.
Neben Nun, die für den ersten Platz 2.000 Euro erhielt, zeichneten DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat und Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, gestern Abend im Museum für Kommunikation Berlin sechs weitere Design-Studierende aus. Insgesamt verlieh die Jury sieben Preise: einen ersten, einen zweiten sowie fünf dritte.
Die Hochschule Augsburg stellt neben der Siegerin Marie-Claire Nun mit Sabrina Pöhler, die 500 Euro für einen dritten Platz erhielt, gleich zwei Preisträgerinnen; sie studieren beide bei Professorin Gudrun Müllner. Auch die Hochschule RheinMain war doppelt erfolgreich: Rose Schwarz, betreut von Professorin Cornelia Freitag-Schubert, und Jan Lorenz, betreut von Professorin Christine Wagner, können sich über einen dritten Platz und je 500 Euro freuen.
Der Wettbewerb war im Wintersemester 2009/2010 an allen Design-Fakultäten in ganz Deutschland ausgelobt worden, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Leitfrage war: Was sind die Chancen, was die Risiken der rasenden Digitalisierung und Virtualisierung des studentischen Alltags? Die Beteiligung war sehr hoch: 318 Studierende von 29 Hochschulen reichten insgesamt 472 Plakate ein – das zweithöchste Ergebnis in der 24-jährigen Geschichte des Wettbewerbs.
„Blickt man auf diese Masse der Plakate, dann haben die Design-Studierenden eher die Risiken als die Chancen der Digitalisierung betont. Das hat mich überrascht“, sagte DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat auf der Preisverleihung. „Ich dachte, gerade die extrem internet- und Laptop-affinen Designer würden den Spaßfaktor und die unendlichen Möglichkeiten des digitalen Studiums hervorheben. Aber im Gegenteil: Sie sind kritisch, skeptisch bis pessimistisch“, sagte Dobischat.
Die Übersicht mit den Siegerplakaten:
hier
„Studium Digitale – Chancen und Risiken“: 24. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks 2009/2010
Preisträgerinnen und Preisträger
1. Preis, 2.000 Euro, für „Bewahr’ dir deine Identität“
Marie-Claire Nun, Hochschule Augsburg
betreut von Professorin Gudrun Müllner
2. Preis, 1.000 Euro, für „Das Plakat ist auf dem Stick“
Frank Schießer, Hochschule Wismar
studiert bei Professor Arwed Voss
3. Preis, 500 Euro, für „Klick“
Sabrina Pöhler, Hochschule Augsburg
wie Marie-Claire Nun betreut von Professorin Gudrun Müllner
3. Preis, 500 Euro, für „Frank Zappa 2.0 WG-Plakat“
Ivo Berg, Hochschule der Bildenden Künste Saar
Student bei Professor Ivica Maskimovic
3. Preis, 500 Euro, für „reale Kontakte“
Rose Schwarz, Hochschule RheinMain
betreut von Professorin Cornelia Freitag-Schubert
3. Preis, 500 Euro, für „... und wie bist du analog so?“
Jan Lorenz, Hochschule RheinMain
studiert bei Professorin Christine Wagner
3. Preis, 500 Euro, für „vollgekritzelt“
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Matthieu Lambert, Bergische Universität Wuppertal
betreut von Professor Heribert Birnbach
Die Jury:
Florian Fischer, Absolvent der Fachhochschule Potsdam, Preisträger des 23. Plakatwettbewerbs
Oliver Handlos, Scholz & Friends Berlin
Prof. Armin Lindauer, Hochschule Mannheim
Clemens Metz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiburg
Prof. Dr. Isabel Naegele-Spamer, Fachhochschule Mainz
Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird jedes Wintersemester ausgeschrieben. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung anteilig gefördert; das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner. Medienpartner bei der 24. Auflage zum Thema „Studium Digitale – Chancen und Risiken“ ist der Deutschlandfunk.
Mehr Infos:
www.studentenwerke.de